Kärnten - frei und ungeteilt

Mag. E. Wappis mit Schülern des Wahlpflichtfaches GSKIm Rahmen des Wahlpflichtgegenstandes GESCHICHTE UND SOZIALKUNDE besuchten wir die "Sonderausstellung zum 80-Jahr-Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung 1920" im Landesmuseum für Kärnten. Christoph Gunzer, Lukas Holzer, Aline Kos, Anja Poschinger, Stephan Rainer - alle aus der 6A - und Melanie Kragger (6B-Klasse) nahmen an der Führung teil.

Als Führer durch die von Dr. Friedrich Wilhelm Leitner, dem Kustos für Landesgeschichte, gestaltete Ausstellung konnten wir Mag. Erich Wappis, den Leiter der Abteilung für Museumspädagogik, gewinnen.

Anhand des nachstehenden zwölfteiligen Fragenkataloges von Dr. Claudia Fräss-Ehrfeld, der Direktorin des Geschichtsvereins für Kärnten, versuchte Herr Mag. Wappis, alle in diesem Zusammenhang relevanten Fragen zu beantworten:

1. Warum sind wir auf unsere Geschichte stolz?
2. Warum gibt es in Kärnten Deutsche und Slowenen?
3. Warum sollte Kärnten geteilt werden?
4. Warum kam es in Kärnten zum Abwehrkampf?
5. Warum war der Besitz der Stadt Klagenfurt ein jugoslawisches Wunschziel?
6. Warum hat die Friedenskonferenz zur Lösung der Kärntner Grenzfrage eine Volksabstimmung beschlossen?
7. Warum wurde Klagenfurt von jugoslawischen Truppen besetzt?
8. Wie war das damals, als serbisches Militär Klagenfurt besetzte?
9. Wann wurde Klagenfurt wieder frei?
10. Welche Rolle spielte Klagenfurt in der Phase der Vorbereitung auf die Volksabstimmung?
11. Wie wurde die Volksabstimmung vorbereitet? Was passierte am 10. Oktober 1920?
12. Volksabstimmungsfeiern in Klagenfurt und trotzdem Ausrichtung auf Europa?

Durch Jahrhunderte lebten Deutsche und Slowenen in Kärnten friedlich neben- und miteinander. Den Grundherren war es gleichgültig, ob ihre Bauern deutsch oder slowenisch sprachen, solange sie pünktlich ihre Abgaben entrichteten. An diesem Schnittpunkt des germanischen, slawischen und romanischen Kulturkreises kam es nun zur Volksabstimmung von 1920, deren Ergebnis auch als Bekenntnis zur Kärntner Heimat und zum österreichischen Vaterland zu interpretieren ist. Mit der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages am 15. Mai 1955 wurden auch die Rechte jener Kärntner Mitbürger geregelt, die als Minderheit in diesem Lande leben, an der Entscheidung zur Erhaltung der Landeseinheit aber ebenso entscheidend beteiligt waren wie am Aufbau der Republik Österreich.

Dr. Johannes Valent